Neuzugang im Sachwert-Portfolio: Tellur

Mit Tellur steht Privatkäufern bei TRADIUM seit Kurzem ein weiterer Strategischer Rohstoff zur Verfügung. Das äußerst seltene Metall ergänzt zusammen mit Antimon und Bismut das Sachwert-Portfolio. Das Technologiemetall rückt insbesondere durch die Energiewende sowie die fortschreitende Digitalisierung zunehmend in den Fokus.

Tellur ist kein Massenrohstoff, spielt aber in ausgewählten Schlüsseltechnologien eine zentrale Rolle bei gleichzeitig begrenztem Angebot.

Vielseitiger Spezialrohstoff

Tellur wird hauptsächlich als Nebenprodukt im Kupferbergbau gewonnen. Dadurch kann die Angebotsseite nur begrenzt auf eine steigende Nachfrage reagieren und zusätzliche Fördermengen sind kurzfristig nicht verfügbar. Die Raffination ist zudem stark konzentriert: Chinas Anteil beträgt über drei Viertel, gefolgt von Japan und Russland mit jeweils rund sieben Prozent.

Energiewende als zentraler Nachfragetreiber

Tellur ist ein wichtiger Rohstoff für die Energiewende, denn in hochreiner Form wird es zur Herstellung von Cadmiumtellurid (CdTe) für den Einsatz in Dünnschicht-Photovoltaikanlagen benutzt. CdTe gilt als die führende Technologie in dem Bereich, Photovoltaik ist damit das wichtigste Anwendungsfeld des Technologiemetalls. Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) wird sie bis 2029 zur wichtigsten erneuerbaren Energiequelle weltweit werden. Davon dürfte die Nachfrage nach Dünnschichtmodulen profitieren, auch wenn diese nur einen Anteil von rund zwei bis drei Prozent am Photovoltaik-Markt hat. Der Wirkungsgrad von CdTe-Modulen konnte in den vergangenen 15 Jahren jedoch mehr als verdoppelt werden.

Daneben ist Tellur Bestandteil von Bismuttellurid (Bi₂Te₃). Das sorgt in thermoelektrischen Geräten zum einen für die Umwandlung von Abwärme in Strom, zum anderen ermöglicht es die gezielte Kühlung. Eingesetzt wird es beispielsweise in Rechenzentren oder industriellen Prozessen. Als Legierungszusatz optimiert Tellur die Eigenschaften von u. a. Stahl, Kupfer und Blei. Weitere Einsatzgebiete sind Katalysatoren für die Kunstfaserherstellung, Pigmente für Glas und Keramik sowie die Vulkanisierung von Gummi.

Warum ist Tellur spannend als physischer Sachwert?

  • zentrale Rolle in der Photovoltaik, insbesondere bei Cadmium-Tellurid-Modulen
  • knappe physische Verfügbarkeit

Tellur ist das klassische „Hidden Champion“-Metall: unauffällig, aber technologisch unverzichtbar.

Starke Marktkonzentration und Exportrestriktionen

Der Tellurmarkt ist mit einer Weltjahresproduktion von etwa 1.000 Tonnen klein und zudem stark auf wenige Herkunftsländer konzentriert. Diese Ausgangslage sowie die Bedeutung für Zukunftstechnologien führen dazu, dass das Metall zunehmend als strategisch relevanter Rohstoff betrachtet wird. Politische Maßnahmen, Exportauflagen oder regulatorische Eingriffe können sich in diesem Markt vergleichsweise schnell auf die Verfügbarkeit und Handelsströme auswirken.

Tellur wird von mehreren Industriestaaten wie den USA sowie von der EU als Kritischer Rohstoff für Zukunftstechnologien eingestuft. Die Kombination aus begrenztem Angebot und wachsender Nachfrage unterstreicht die Relevanz für langfristige Sachwertstrategien.

Tellur jetzt als Sachwert bei TRADIUM

Frank Meier ordnet das Marktumfeld von Tellur ein:
„Tellur spielte über viele Jahre eine eher untergeordnete Rolle, da es nur in wenigen Anwendungen benötigt wurde. Erst mit dem wachsenden Ausbau Erneuerbarer Energien hat das Metall strategisch an Bedeutung gewonnen. Die starke Konzentration der Raffination in China, neue Exportrestriktionen und der dynamische Ausbau der Photovoltaik verändern die Marktbedingungen. Tellur reagiert sensibel auf energie- und industriepolitische Entwicklungen. Für Sachwertkäufer kann das Metall vor allem im Kontext der Energiewende und wachsender Digitalisierung ein interessanter Baustein zur Diversifizierung ihres Portfolios sein.“

Mit der Aufnahme von Tellur in das Sachwerte-Portfolio erweitert TRADIUM das Angebot um ein Metall, das vor allem durch seine technologische Bedeutung, etwa in seiner Rolle in der Energiewende, relevant ist.

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