Strukturelle Knappheit, internationale Spannungen und geldwirtschaftliche Rahmenbedingungen sorgen zum Jahresende für kräftigen Rückenwind an den Märkten.
Platin setzt auch in den letzten Tagen des Jahres 2025 ein starkes Signal: Zwischenzeitlich erreichte der Preis in Euro ein neues Allzeithoch von rund 1.760 EUR/oz. Treiber der außergewöhnlichen Bewegung sind einerseits sich abzeichnende Veränderungen in der EU-Automobilpolitik und andererseits strukturelle Marktimpulse wie die Einführung von Platin- und Palladium-Futures an der Börse in Guangzhou. Beides erhöht die Markttiefe und unterstützt das Interesse institutioneller Käufer.
Philipp Götzl-Mamba, Senior Manager Precious Metals bei TRADIUM: „Platin schreibt Geschichte: Erstmals seit 2008 überwindet der Preis die Marke von 2.000 US-Dollar je Unze und übertrifft in Euro sogar das frühere Allzeithoch deutlich. Ein physisch knapper Markt, steigende Refinanzierungskosten und wachsendes Kaufinteresse aus Asien entfachen eine Rally, die Platin auf Jahressicht um rund 120 Prozent in USD und 95 Prozent in EUR nach oben treibt – ein seltener Moment, in dem Fundamentaldaten und Dynamik im Einklang stehen.“
Gold klettert ebenfalls auf neue Rekordhöhen
Auch das bekannteste aller Edelmetalle setzt seine Rallye fort und markiert neue Höchststände. Getragen wird die Entwicklung vor allem von der anhaltend hohen Nachfrage nach sicheren Anlagen in einem von internationalen Spannungen und geldpolitischer Unsicherheit geprägten Umfeld. Erwartete Zinssenkungen und ein schwächerer US-Dollar verstärken den Aufwärtstrend zusätzlich und halten das Interesse von Investoren auf hohem Niveau.