Die Ausfuhren beider Technologiemetalle zeigen im August deutliche Unterschiede, Germanium und Gallium gehen jedoch an immer weniger Abnehmerländer.
Chinas Exporte des Technologiemetalls Germanium sind im August deutlich gestiegen, wie jüngste Daten der Zollbehörden zeigen. 1.166 Kilogramm wurden ausgeführt, ein Plus von mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Dennoch wurde der Vorjahreswert von 1.358 Kilogramm deutlich verfehlt. Die wichtigsten Zielländer für Germanium waren im August Russland und Deutschland, verglichen mit 2024 hat sich die Anzahl der Empfänger somit deutlich verringert: Im Sommer 2024 waren es noch sechs Länder.
Dr. Christian Hell, Senior Manager Germanium und Minor Metals: „China liefert Germanium nur an wenige Länder und an dieser Auswahl ändert sich kaum etwas. Russland zählt seit Monaten konstant zu diesen Abnehmern, während andere Staaten wie die USA weiterhin außen vor bleiben. Der Markt zeigt sich in dieser Hinsicht stabil, aber stark eingeschränkt."
Keine Erholung bei den Ausfuhrzahlen von Gallium
Der Export von Gallium dagegen ging im August gegenüber Juli um mehr als 20 Prozent zurück. Von den 7.201 ausgeführten Kilogramm wurde der größte Teil nach Japan ausgeführt mit 5.200 Kilogramm, gefolgt von Kanada mit 2.001 Kilogramm. Auch hier ist die Anzahl der Zielländer sehr klein.
Sowohl Gallium als auch Germanium sind von großer Bedeutung für verschiedene Hightech-Sektoren beispielsweise Halbleitertechnik, Glasfaserproduktion und optische Technologien wie Infrarotsysteme. Für beide Rohstoffe hat China im Sommer 2023 Exportauflagen erlassen, die mit ihrem möglichen Einsatz im Militär begründet sind. Seit Dezember 2024 gilt für beide Metalle sowie weitere Kritische Rohstoffe zusätzlich ein Ausfuhrverbot in die USA, was die weltweite Versorgungslage zunehmend erschwert hat.
Zwei Jahre nach Inkrafttreten der Exportauflagen hat das Nachrichtenportal Rohstoff.net eine Bilanz gezogen.