China: Exporte von Dysprosium und Terbium im Mai erneut rückläufig

Die Ausfuhren der schweren Seltenen Erden Dysprosium und Terbium aus China sind im Mai erneut zurückgegangen. Damit bleiben die Handelsströme beider Materialien weiterhin volatil und werden vor allem von den chinesischen Exportauflagen bestimmt.

Die Dysprosium-Exporte sind im Mai auf 8.483 Kilogramm zurückgefallen, wie Daten der chinesischen Zollverwaltung zeigen.  Im April hatte die Ausfuhrmenge noch bei 11.046 Kilogramm gelegen. Südkorea blieb im Mai mit Abstand der wichtigste Abnehmer und erhielt mit 8.463 Kilogramm das Gros des ausgeführten Materials. Kleinere Mengen flossen nach Slowenien und nach Singapur.

Auch die Ausfuhren von Terbium gingen erneut zurück. Insgesamt verließen im Mai 400 Kilogramm das Land, nachdem die Exportmenge im April 500 Kilogramm betrug. Auch bei Terbium war Südkorea der Hauptempfänger mit 350 Kilogramm, während sich die restlichen Mengen auf Ungarn, Slowenien und Singapur verteilten.

Im Vorjahresmonat Null-Exporte bei Terbium und Dysprosium

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum liegen die Exporte jedoch deutlich höher, da im Mai 2025 keine Lieferungen erfolgten. Kurz zuvor hatte China Exportkontrollen für Dysprosium, Terbium sowie weitere Seltene Erden eingeführt. Das damit eingeführte Lizenzsystem sorgte für Verzögerungen beim Export und brachte die Ausfuhr vorübergehend sogar zum Erliegen.

Obwohl die Exporte inzwischen wieder aufgenommen wurden, liegen die Mengen weiterhin deutlich unter früheren Niveaus, insbesondere bei Terbium.

Brian Hendrich, Junior Trader & Market Analyst bei TRADIUM, zu den neuesten Ausfuhrdaten aus China: „Die aktuellen Exportzahlen zeigen einmal mehr, wie schwer Chinas Genehmigungspraxis derzeit vorherzusagen ist. Bei einzelnen schweren Seltenen Erden wie Dysprosium und Terbium gingen die Ausfuhren im Monatsvergleich zurück. Gleichzeitig ging erneut nahezu das gesamte Material beider Rohstoffe nach Südkorea, was Abnehmern in anderen Regionen nur begrenzt hilft. Japan bleibt beispielsweise weiterhin von beiden Metallen abgeschnitten. Insgesamt deuten die Daten auf eine weiterhin hohe Volatilität im chinesischen Exportverhalten hin; die Versorgungslage kann sich jederzeit und ohne klar erkennbare Vorzeichen verändern.“

Entwicklung der Exporte von Dysprosium in den vergangenen Monaten

Entwicklung der Exporte von Terbium in den vergangenen Monaten

Entwicklung der Exporte von Seltenerdmagneten in den vergangenen Monaten

Ausfuhr von Seltenerdmagneten stabilisiert sich

Der Export von Permanentmagneten aus China ist im Mai ebenfalls leicht gesunken, verglichen mit April 2026 um acht Prozent auf 4.730 Tonnen. Trotz des Rückgangs im Monatsvergleich liegt die Menge deutlich über dem Vorjahreszeitraum, wo kurz nach Einführung der Exportkontrollen im Mai 2025 nur 1.238 Tonnen exportiert worden waren.

Dysprosium und Terbium sind zentrale Bestandteile leistungsstarker Permanentmagnete. Sie verbessern die Hitzebeständigkeit und Effizienz und sind damit besonders wichtig für Elektrofahrzeuge, Windkraftanlagen sowie Anwendungen in der Verteidigungsindustrie.

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